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Zum dritten Mal innerhalb von fünf Wochen ist ein Taifun über die philippinische Hauptstadt Manila hinweggefegt. Mindestens elf Menschen kamen dabei ums Leben. Zahlreiche Ortschaften in der Region meldeten Überschwemmungen, Erdrutsche und Stromausfälle.
Das Zentrum des Sturms "Mirinae" erreichte am späten Freitag die nördliche Provinz Quezon. In Cardona rund 45 Kilometer südöstlich von Manila wurden mehr als 500 Häuser an einem See beschädigt oder fortgerissen, weil die Sturmböen heftigen Wellengang verursachten.
In Pagsanjan südlich der Hauptstadt ertranken ein achtjähriges Mädchen und eine 78-Jährige, weil der Fluss, an dem sie wohnten, plötzlich anschwoll. Das passierte nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt, weil ein Kraftwerk flussaufwärts nach den schweren Regenfällen einen Damm teilweise öffnen musste.
In einem ländlichen Vorort von Manila wurde nach Angaben der Armee die Leiche eines Mannes gefunden, der mit seinem einjährigen Kind beim Überqueren eines überfluteten Baches von den Wassermassen davongerissen wurde. Das Baby werde noch vermisst.
Gut 100"000 Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen. 8000 Passagiere sassen in Häfen fest, weil die Küstenwache den Fährverkehr untersagt hatte. 50 Flüge wurden ebenfalls gestrichen.
Erst vor drei Wochen hatten zwei grosse Unwetter - Tropensturm "Ketsana" und Taifun "Parma" - verheerende Überschwemmungen in der Umgebung von Manila und Erdrutsche im Norden des Landes ausgelöst. Fast 1000 Menschen kamen ums Leben, mehr als 160"000 leben noch immer in Notunterkünften.
"Mirinae" schwächte sich leicht ab, brachte es aber noch auf Geschwindigkeiten von bis zu 135 Kilometern pro Stunde. Das Tiefdruckgebiet sollte am Sonntag auf das Südchinesische Meer hinausziehen.
Dennoch müssen die Menschen in der Region wohl noch monatelang gegen die Fluten kämpfen: Es wird damit gerechnet, dass die dichtbesiedelten Gebiete um Manila noch bis Neujahr unter Wasser stehen.
2009-10-31 14:33:08 [Quelle: SDA] |