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Nach Dutzenden Terroranschlägen im Nordwesten Pakistans ziehen die Vereinten Nationen einen Teil ihres internationalen Personals aus der Unruheregion ab. Der Abzug finde "unverzüglich" statt, sagte eine Sprecherin. In Rawalpindi kam es zu einem neuerlichen Anschlag.
Betroffen vom angekündigten Abzug sind laut der UNO alle ausländischen Mitarbeiter in der Nordwest-Grenzprovinz und in den Stammesgebieten an der afghanischen Grenze, die nicht für Nothilfe, humanitäre Hilfe, Sicherheitsoperationen oder andere "essentielle" Aufgaben benötigt werden.
Wie viele Mitarbeiter die UNO genau aus dem Krisengebiet abzieht, wurde nicht bekannt. Der Schutz der verbleibenden Mitarbeiter werde verstärkt, hiess es weiter.
Ende Oktober hatte bereits das Welternährungsprogramm (WFP) der UNO die Verteilung von Lebensmittelhilfen im Nordwesten Pakistans eingestellt. Zuvor waren bei einem Anschlag auf den Sitz der UNO-Organisation in Islamabad fünf Mitarbeiter ums Leben gekommen.
Beim jüngsten verheerenden Anschlag starben derweil in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi mindestens 34 Menschen, als eine Bombe vor einem Luxushotel explodierte. Ebenso viele weitere Personen wurden nach Angaben von Rettungskräften verletzt. Es wurde befürchtet, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen könnte.
Neben dem Hotel befindet sich eine staatliche Bank. Zum Zeitpunkt des Anschlags hätten Regierungsangestellte ihr Gehalt bei der Bank abgeholt, sagte ein Polizeisprecher.
Vor drei Wochen hatten Aufständische das Hauptquartier der Armee in Rawalpindi nördlich der Hauptstadt Islamabad angegriffen und Geiseln genommen. 23 Menschen waren getötet worden, darunter die zehn Angreifer.
2009-11-02 10:56:38 [Quelle: SDA] |