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Der Personalvermittler Adecco hat im dritten Quartal einen Umsatzeinbruch von 27 Prozent auf 3,72 Mrd. Euro hinnehmen müssen. Der Gewinn ging gar um 46 Prozent auf 90 Mio. Euro zurück, wie das weltweit grösste Unternehmen der Branche bekanntgab.
Der operative Gewinn reduzierte sich um knapp die Hälfte auf 127 Mio. Euro. Adecco hat die Erwartungen der von der Finanznachrichtenagentur AWP befragten Analysten allerdings klar übertroffen.
Laut Konzernchef Patrick de Maeseneire hat sich das Marktumfeld im dritten Quartal etwas entspannt: "Wir sehen eine allmähliche Verbesserung beim Umsatztrend", sagte der erst seit Juni amtierende Unternehmensleiter.
Adecco ist nach einem Verlust von 124 Mio. Euro im ersten Halbjahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für die ersten neun Monaten des Jahres beträgt der Verlust dank des dritten Quartals noch 34 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 520 Mio. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Adecco wolle sich weiter konsequent in Kostendisziplin üben, um die Margen zu stabilisieren. Im vierten Quartal seien deswegen noch einmal 35 Mio. Euro an Restrukturierungskosten notwendig. Gegenüber dem dritten Quartal 2008 hat der Konzern die Zahl der Vollzeitstellen per Ende September um 7600 auf 28"000 reduziert.
Im wichtigsten Markt Frankreich ging der Umsatz um 27 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zurück, in Nordamerika, wo Adecco jüngst eine grosse Akquisition bekannt gegeben hat, reduzierten sich die Einnahmen um 20 Prozent auf 525 Mio. Euro.
Die Umsatzrückgänge sind auf allen Märkten zu beobachten, auch in den Schwellenländern, auf die Adecco grosse Hoffnungen setzt. Der für Adecco relativ kleine Schweizer Markt, über den zusammen mit Österreich berichtet wird, zeigt einen Rückgang von 36 Prozent auf 101 Mio. Euro.
2009-11-05 08:48:36 [Quelle: SDA] |