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Gut eine Woche nach dem tödlichen Anschlag auf ein UNO-Gästehaus in Afghanistan ziehen die Vereinten Nationen Hunderte Mitarbeiter ab. Es gehe um rund 600 der insgesamt etwa 1100 ausländischen Angestellten, teilte ein Sprecher der Organisation mit.
Einige von ihnen würden an sicherere Orte in Afghanistan gebracht, die übrigen vorübergehend ganz ausser Landes geschickt. Die Evakuierungen würden das Afghanistan-Engagement nicht beeinträchtigen, an dem die UNO entschlossen festhielten.
Die UNO müssten aber auch für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter sorgen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten Extremisten ein Gästehaus in Kabul gestürmt und fünf UNO-Mitarbeiter getötet.
Der Entscheid der UNO gilt als schwerer Schlag für die Bemühungen des Westens, Afghanistan zu stabilisieren. Die Vereinten Nationen haben eine zentrale Rolle unter anderem bei der Organisation der Präsidentenwahl gespielt.
Auch für die Strategie von US-Präsident Barack Obama gegen die zuletzt wieder erstarkten Taliban-Rebellen ist die Evakuierung der UNO-Mitarbeiter ein Rückschlag. Obama will den Einsatz von Truppen in Afghanistan durch ein verstärktes, ziviles Hilfsengagement unterstützen. In den kommenden Wochen will Obama zudem über die Forderung seiner Militärs entscheiden, Zehntausende weitere Soldaten an den Hindukusch zu schicken.
2009-11-05 13:25:36 [Quelle: SDA] |