|
Ein Militärpsychiater hat auf der Militärbasis Fort Hood in Texas ein Blutbad angerichtet. Die Zahl der Getöteten ist von 12 auf 13 gestiegen. 30 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Eine Militärsprecherin sagte, dass sich die Zahl der Toten von zwölf auf 13 erhöht habe. Verletzt wurden nach jüngsten Angaben 30 Personen.
Ein 39-jähriger muslimischer Militärpsychiater palästinensischer Herkunft hatte in dem Militärlager um sich geschossen. Es war das schlimmste durch einen derartigen Amoklauf verursachte Blutbad auf einer US-Militärbasis. Der Täter wurde selbst durch mehrere Schüsse verletzt, die von anderen Soldaten abgefeuert wurden.
Die "New York Times" berichtete, nach Angaben eines Neffen war der Schütze "entsetzt", dass er Ende des Monats in den Irak geschickt werden sollte. Als Psychiater habe er Soldaten betreut, die nach ihrem Einsatz im Irak unter einem posttraumatischem Schock litten und von den Grauen des Kriegs berichteten.
Über das Motiv des Amoklaufs herrschte Unklarheit. Der Kommandant Robert Cone lehnte jegliche Angaben über den Amokläufer ab, den er lediglich als Major Nidal Malik Hasan identifizierte.
Cone zufolge gab es aber keine Hinweise auf eine terroristische Verbindung, auch wenn dies noch nicht ausgeschlossen werden könne.
US-Präsident Barack Obama sprach von einem "entsetzlichen Ausbruch der Gewalt" und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei FBI und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen in ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama.
"Es ist schwierig genug, wenn wir diese mutigen Amerikaner in Kämpfen in Übersee verlieren. Es ist schrecklich, dass sie hier auf einer Basis in den Vereinigten Staaten unter Beschuss kommen."
Der unverheiratete Hasan war nach Medienberichten erst seit Juli in Fort Hood stationiert und soll schon seit langem eine Entsendung in den Irak gefürchtet haben.
2009-11-06 12:07:31 [Quelle: SDA] |